BR-Recherche deckt Netzwerk illegaler Online-Casinos mit Fokus auf deutsche Spieler auf
Parker Schmitz · Jul 10, 2026

BR-Recherche deckt Netzwerk illegaler Online-Casinos mit Fokus auf deutsche Spieler auf

Ein investigative Bericht von Bayerischer Rundfunk zusammen mit internationalen Partnern hat ein Netzwerk von etwa 120 unzulässigen Online-Casino-Seiten ans Licht gebracht, das von der in Zypern und Malta ansässigen Soft2Bet-Gruppe betrieben oder unterstützt wird, deren Gründer Uri Poliavich ist, und das gezielt deutsche Spieler anspricht, obwohl die erforderlichen Lizenzen der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder fehlen.
Hintergründe der Enthüllung und beteiligte Akteure
Interne Dokumente, die durch Whistleblower zugänglich gemacht wurden, zeigen, dass dieses Netzwerk zwischen 2020 und 2024 über 600 Millionen Euro durch illegale Aktivitäten generierte, während Datenanalysen von Similarweb für Mai 2026 allein rund acht Millionen Besuche deutscher Nutzer auf diesen Plattformen verzeichneten, und die Berichterstattung hebt aggressive Vorgehensweisen gegenüber suchtgefährdeten Spielern hervor sowie Stellungnahmen von Regulierungsbehörden und dem Bundesdrogenbeauftragten.
Die Untersuchung konzentriert sich ausschließlich auf diese eine Berichterstattung und beleuchtet, wie die Soft2Bet-Gruppe ihre Operationen strukturiert hat, um trotz fehlender GGL-Lizenzen den deutschen Markt zu bedienen, wobei die Plattformen ohne Genehmigung Werbung und Spiele anbieten, die nach dem Glücksspielstaatsvertrag verboten sind.
Finanzielle Dimensionen und Nutzerstatistiken
Die geleakten Unterlagen offenbaren, dass die Einnahmen aus den illegalen Aktivitäten über den genannten Zeitraum hinweg die Marke von 600 Millionen Euro überschritten haben, und die Analyse der Besucherzahlen für Mai 2026 unterstreicht das Ausmaß der Reichweite, da acht Millionen Zugriffe allein in diesem Monat registriert wurden, was auf eine kontinuierliche Nutzung durch deutsche Spieler hindeutet, die über Suchmaschinen oder Werbekampagnen auf die Seiten gelangen.
Beobachter notieren, dass die Gruppe ihre Infrastruktur über Standorte in Zypern und Malta organisiert, was es ermöglicht, regulatorische Hürden in Deutschland zu umgehen, während interne Protokolle detaillierte Einblicke in die Vermarktungsstrategien geben, die auf Spieler mit Suchtverhalten abzielen.
Aggressive Methoden gegenüber vulnerablen Nutzern
Der Bericht beschreibt, wie die Betreiber Taktiken anwenden, die suchtgefährdete Personen direkt ansprechen, einschließlich personalisierter Angebote und Nachrichten, die den Spielantrieb fördern, und diese Praktiken werden im Kontext der fehlenden Lizenzierung als besonders problematisch dargestellt, da sie gegen bestehende Schutzmechanismen verstoßen.

Regulierungsvertreter und der Bundesdrogenbeauftragte äußern sich zu diesen Vorgehensweisen, indem sie die Notwendigkeit verstärkter Kontrollen betonen, und die Behörden verweisen auf laufende Ermittlungen, die durch die BR-Recherche unterstützt werden.
Regulatorische Konsequenzen und behördliche Positionen
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat in diesem Zusammenhang Maßnahmen ergriffen, und Interessierte finden weitere Informationen auf der offiziellen Seite der Behörde, wo allgemeine Hinweise zu Durchsetzungsmaßnahmen gegen illegales Glücksspiel bereitgestellt werden. Die Berichterstattung zeigt auf, dass die identifizierten Seiten ohne GGL-Zulassung operieren und dennoch deutsche IP-Adressen bedienen, was zu einer direkten Konfrontation mit geltendem Recht führt.
Experten haben beobachtet, dass Whistleblower-Dokumente nicht nur die finanziellen Ströme offenlegen, sondern auch interne Kommunikation zur Umgehung von Sperren und zur Ansprache von Spielern, die bereits Anzeichen von Abhängigkeit zeigen, und diese Aspekte werden in der Untersuchung detailliert analysiert, um das Gesamtbild der Operationen zu vervollständigen.
Auswirkungen auf den deutschen Markt und aktuelle Entwicklungen
Im Juli 2026 verdeutlicht die Veröffentlichung, wie solche Netzwerke trotz regulatorischer Bemühungen bestehen bleiben, und die Daten aus dem Bericht illustrieren, dass die Kombination aus fehlenden Lizenzen und gezielter Vermarktung zu erheblichen Einnahmen führt, während acht Millionen Besuche in einem einzelnen Monat das Ausmaß der Inanspruchnahme durch deutsche Nutzer bestätigen.
Die Ermittlungen bauen auf den geleakten Materialien auf und integrieren Analysen von Besucherdaten, um die Reichweite zu quantifizieren, wobei die Rolle von Soft2Bet als zentraler Akteur hervorgehoben wird, und die internationalen Partner der Recherche tragen zusätzliche Perspektiven bei, die die grenzüberschreitende Natur der Aktivitäten unterstreichen.
Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse
Zusammengefasst zeigt die BR-Recherche mit ihren Partnern, dass das Netzwerk aus rund 120 Seiten über den Zeitraum 2020 bis 2024 mehr als 600 Millionen Euro erwirtschaftete, dass aggressive Ansätze gegenüber suchtgefährdeten Spielern eingesetzt wurden, und dass im Mai 2026 acht Millionen deutsche Besuche verzeichnet wurden, während Regulierungsstellen und der Bundesdrogenbeauftragte zu den Vorkommnissen Stellung nehmen, und diese Fakten bilden die Grundlage für weitere behördliche Schritte gegen die illegalen Angebote.